Support beim IRONMAN Frankfurt: was an diesem Rennen anders ist
Der IRONMAN Frankfurt ist nicht nur für Athleten ein langer Tag. Auch für Supporter beginnt der Wecker oft vor Sonnenaufgang und endet erst weit nach dem Zieleinlauf. In Frankfurt können Supporter aber einen besonders großen Unterschied machen, denn die Laufstrecke ist eine der zuschauerfreundlichsten Strecken im IRONMAN-Kalender.
Die allgemeinen Regeln zum Supporten – Anfeuern, was man sagt und was nicht, Logistik, Verhalten im Ziel – sind im Support-Hub und in den Killerphrasen geklärt. Hier geht es nur um Frankfurt-Spezifisches.
Der Tag beginnt am Langener Waldsee
Der IRONMAN Frankfurt startet am Langener Waldsee südlich der Stadt. Die meisten Athleten sind gegen 5 Uhr in der Wechselzone, der Schwimmstart beginnt um 6:30 Uhr als Rolling Start in kleinen Gruppen. Wer den Start sehen will, sollte früh da sein.
Wichtig fürs Auto: Nach dem Schwimmstart werden viele Straßen gesperrt – direkt am See parken zu wollen ist meistens keine gute Idee, die Rückfahrt wird sonst zur Geduldsprobe. Vorher Parkplatz-Strategie und Rückweg klarmachen.
Auf der Radstrecke: Erwartungsmanagement
Auf dem Rad wird euch der Athlet weniger wahrnehmen, als ihr denkt. Die Einfahrt nach Frankfurt ist schnell, die Strecke voll, die Kurven erfordern Konzentration, und viele Athleten sind längst im Wettkampfmodus. Ein kurzes Winken oder lautes Anfeuern reicht – wer versucht, längere Gespräche zu führen, kriegt im Zweifel nur ein Nicken zurück. Das ist normal.
Die gute Seite: Während der Athlet vier bis sechs Stunden auf dem Rad sitzt, können Supporter in Ruhe frühstücken, Kaffee trinken und Kraft sammeln. Die eigentliche Arbeit beginnt erst danach.
Die Laufstrecke: hier wird Support wirklich wertvoll
Die Frankfurter Laufstrecke besteht aus vier Runden entlang beider Mainufer. Das macht Frankfurt zu einem der zuschauerfreundlichsten IRONMAN-Rennen überhaupt: Mit etwas Planung sieht man seinen Athleten allein dort acht Mal oder häufiger.
Genau jetzt beginnt der Teil des Rennens, in dem Support wirklich zählt. Nach acht bis zwölf Stunden Belastung kämpfen nahezu alle Athleten mit Müdigkeit, Schmerzen und Motivationslöchern. Die Hitze kommt dazu – das Mainufer kann ein Backofen sein. Selbst Profis trifft das.
Was Supporter in Frankfurt unbedingt dabeihaben sollten
Frankfurt im Hochsommer wird oft sehr heiß. Zusätzlich zu den allgemeinen Empfehlungen aus dem Support-Hub gilt für dieses Rennen besonders:
- Sonnenschutz und Cap – kein Witz, am Main gibt es wenig Schatten
- ausreichend Wasser und Snacks – man unterschätzt leicht, wie viele Kilometer man als Zuschauer selbst zurücklegt
- Powerbank – Tracking-App über zehn Stunden zieht den Akku gnadenlos leer
- Bargeld oder Karte für Verpflegung am Mainufer
Nach dem Zieleinlauf: Geduld am Römerberg
Der Zieleinlauf auf dem Römerberg gehört zu den emotionalsten Momenten im Triathlonsport. Unmittelbar danach verschwindet der Athlet aber zunächst in der Zielversorgung – essen, trinken, medizinische Kontrolle (hoffentlich nicht), duschen, umziehen. Das dauert. Der Athlet ist völlig fertig, Bewegungen gehen nur in Zeitlupe, Schuhe ausziehen kann schon mal einige Minuten brauchen.
Manche kommen relativ schnell wieder raus, andere erst nach einer Stunde. Und meistens sehen sie dabei deutlich schlechter aus als wenige Minuten zuvor auf dem Zielfoto. Das ist normal: gezeichnet, aber happy.
Fazit
Wer in Frankfurt supportet, hat ein Privileg: kaum eine andere IRONMAN-Strecke erlaubt so viel Athletenkontakt wie das Mainufer. Vorbereitung auf Hitze, ein Plan fürs Parken am Waldsee und realistische Erwartungen an die Radstrecke – damit ist der Tag organisatorisch im Griff.
Der Rest – Anfeuern, dabei sein, im Ziel da sein – funktioniert in Frankfurt nicht anders als sonst. Aber kaum irgendwo wird man als Supporter so oft Teil des Tages wie hier.