Raceday – und bloß nichts vergessen!

Aloha!

Wer kennt das nicht: Der Moderator am Wettkampf fragt die Anwesenden, ob noch jemand eine Schwimmbrille, einen Helm oder gar einen Di2-Akku übrig hat. Wer nicht völlig empathiefrei ist, hat Mitleid mit dem Kollegen, der im schlimmsten Fall nicht starten kann. Wer will diese Aufregung schon erleben?

Kurze persönliche Anekdote: Mein Helm ist beim Check-in mal durchgefallen – der Kampfrichter entdeckte einen Riss. Kein Helm, kein Start, so einfach ist das. Und wo bekomme ich auf die Schnelle einen neuen her? Es ist damals alles noch gut gegangen. Ich brauche diesen Stress aber kein zweites Mal. Das geliehene Stück saß suboptimal, den Verschluss konnte ich nicht auf Anhieb blind bedienen – Verzweiflung und Panikattacken beim ersten Wechsel waren das befürchtete Szenario.

Lessons learned: Seitdem ist der Helm-Check zu Hause am "Day before" Teil der Pre-Race-Routine. Über die Jahre hat sich so eine hilfreiche Pack- und To-Do-Liste entwickelt, in der sich noch manch andere Erlebnisse verbergen. Das klingt erstmal nerdy – aber erstens vergisst man nichts, und zweitens setzt man sich schon mental mit dem Wettkampf und den Gegebenheiten auseinander.

Wann das Equipment spätestens kontrolliert sein sollte, steht in der Pre-Raceweek-Checkliste.

Meine Liste – ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Wettkampf

  • Startpass und Meldebestätigung
  • Ein- oder Zweiteiler
  • Pulsgurt, Pulsuhr (aufgeladen)
  • Startnummernband
  • Chipband – oft unnötig, aber man weiß ja nie
  • Sonnencreme
  • Zugseil fürs Warm-Up
  • Vereinsshirt – mag spießig klingen, aber man repräsentiert auch seinen Verein, will in der Gruppe auftreten, und bei der Siegerehrung 😉 gehört es sich einfach
  • Ein passendes Shirt und Equipment für den Support – siehe Support beim Triathlon
  • Geld, EC-Karte
  • Ausweise, Krankenkassenkarte, Blutspendeausweis (Blutgruppe!)

Schwimmen

  • Neoprenanzug
  • Gefrierbeutel – damit man besser in den Neo rutscht
  • Bodyglide gegen Scheuern
  • Schwimmbrille; im Freiwasser je nach Sonnenstand ggf. entspiegelte Brille

Rad

  • Fahrrad – geputzt und geölt
  • Für SRAM AXS / Shimano Di2-Fahrer: Akku aufgeladen?
  • Helm, ohne Risse
  • Pannenset – Minipumpe oder CO2-Kartuschen, Schlauch, Dichtmilch, Reifenheber (je nachdem, was du fährst)
  • Radschuhe, ggf. gepudert
  • Socken
  • Brille
  • Gummibänder, um die Schuhe waagerecht zu fixieren
  • Handschuhe – ich fahre ab Mitteldistanz aufwärts welche, das kann jeder machen wie er will
  • Regenjacke – und sei es nur, um bis zum Schwimmstart trocken zu bleiben
  • Lenkerflasche

Laufen

  • Laufschuhe, ggf. gepudert
  • Socken
  • Kopfbedeckung
  • ggf. Gurt mit Gelflaschen

Ernährung

  • Radflaschen – ich rühre meine Getränke zu Hause an und fülle dann nur um
  • Gel, Riegel, Maltodextrin, Iso, Bananen – was jeder so mag (siehe auch DIY-Gels)

Sonstiges

  • Radständer
  • Pumpe
  • Flickzeug samt Ersatzbereifung
  • Werkzeug
  • Klebeband, Kabelbinder, Panzertape
  • Einmal-Kontaktlinsen
  • Lenkerstopfen
  • bei Vorabend-Check-in: Haube fürs Rad – sofern das Reglement das erlaubt
  • Blackroll – Regeneration fängt im Ziel an, gell? 😉
  • Picknickdecke fürs Chill-out mit der charmanten Begleitung
  • Toilettenpapier – Preisfrage: Reichen 10 Rollen in 3 Dixies für 1000 Leute?
  • Müllbeutel – z.B. um bei Regen die Laufschuhe trocken zu halten; vom örtlichen Reglement abhängig

Fahrt

  • ausreichend Zeit und ein Plan, wie man hinkommt und wo man parkt
  • Wechselklamotten – auch warme
  • Handtuch, Duschzeug, Badelatschen

Elektronik

  • Fahrradcomputer
  • Uhr / Multisportuhr
  • ggf. Zusatzsensoren (Trittfrequenz, Powermeter usw.)
  • alle Geräte geladen
  • ggf. Ladekabel / Powerbank für längere Trips